🌡️ Die Hitze kommt – gut vorbereitet durch den Sommer
- Dr. med. Salomon Manz

- 18. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Die ersten warmen Tage kündigen es bereits an: Der Sommer steht vor der Tür – und mit ihm auch Phasen intensiver Hitze. Was für viele mit Leichtigkeit, Sonne und Ferien verbunden ist, kann für ältere, pflegebedürftige oder gesundheitlich eingeschränkte Menschen schnell zur Belastung werden.
Gerade deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig vorzubereiten.
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) stellt hierzu hilfreiche Informationen und Empfehlungen bereit. Wir empfehlen, sich dort ergänzend zu informieren. Direktlink hier.

Im Alltag gilt aber vor allem: Aufmerksamkeit, einfache Massnahmen und ein gutes Gespür für den eigenen Körper machen den Unterschied.
Tipps für ältere und pflegebedürftige Menschen im Besonderen
Mit zunehmendem Alter nimmt das Durstgefühl oft ab, gleichzeitig reagiert der Körper empfindlicher auf Hitze.
Besonders wichtig:
Regelmässig trinken, auch ohne Durst (ideal: Wasser, ungesüssten Tee)
Kühle Räume schaffen (morgens und nachts lüften, tagsüber abdunkeln)
Leichte, luftige Kleidung tragen
Körper kühlen (z. B. mit feuchten Tüchern, lauwarmen Duschen)
Medikamente im Blick behalten – bei Unsicherheit Rücksprache mit Arzt oder Pflege (z.B. bei Diuretikas)
Warnzeichen ernst nehmen: Schwindel, Schwäche, Verwirrtheit oder Übelkeit
Für pflegende Angehörige gilt:
Achten Sie bewusst auf kleine Veränderungen – sie sind oft erste Hinweise auf Überlastung durch Hitze. 💡
Hitze wird oft unterschätzt – doch für vulnerable Menschen kann sie zur ernsthaften Gesundheitsgefahr werden.
Tipps für Kinder
Kinder reagieren besonders sensibel auf Hitze, da ihr Körper die Temperatur noch weniger gut regulieren kann:
Regelmässig trinken anbieten (auch ohne Nachfrage)
Direkte Sonne vermeiden, insbesondere über Mittag
Leichte Kleidung und Kopfschutz
Nie unbeaufsichtigt im Auto lassen – auch nicht für kurze Zeit
Spiel- und Ruhezeiten anpassen (mehr Ruhephasen, weniger körperliche Belastung)
Tipps für die allgemeine Bevölkerung
Auch gesunde Erwachsene sollten Hitze nicht unterschätzen:
Genügend trinken (mind. 1.5 Liter pro Tag, bei Hitze mehr)
Körperliche Anstrengung reduzieren, besonders in der Mittagshitze
Sonnenschutz verwenden (Hut, Sonnencreme, Schatten)
Leicht essen – mehrere kleine Mahlzeiten statt schwerer Kost
Wohnräume kühl halten
Nicht erst reagieren, wenn Beschwerden auftreten: Vorausschauendes Handeln ist der beste Schutz an heissen Tagen.
Unser Fazit
Hitze ist kein Ausnahmezustand – aber sie verlangt Aufmerksamkeit. Mit einfachen, konsequenten Massnahmen lassen sich Risiken deutlich reduzieren.
Gerade für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen gilt: Lieber einmal mehr hinschauen, nachfragen und unterstützen.
Wenn Sie unsicher sind oder Unterstützung benötigen, stehen wir Ihnen jederzeit zur Seite.
Dr. Med. Salomon Manz Facharzt für allg. innere Medizin


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